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VERFOLGUNGSSITUATION DER AHMADIYYA MUSLIM JAMAAT UND DER CHRISTEN IN INDONESIEN Drucken
Dienstag, 08. Februar 2011 um 00:00
Sehr geehrte Volksvertreterinnen und Volksvertreter,

Mit Sorge verfolgen wir die politische Entwicklung in Indonesien betreffend den
Religionsgemeinschaften der Ahmadiyya Muslime und auch der Christen.

Die Ahmadiyya Gemeinschaft ist seit 1946 in der Schweiz vertreten und hat 1962 die erste Moschee
in der Schweiz gebaut. Wir sind dafür bekannt, dass wir friedfertig sind, uns an die Gesetze halten
und den Terror ablehnen. Oft wird man wegen einer solchen Haltung bereits zur Zielscheibe von
Islamisten.

In Indonesien sind die Ahmadiyya Muslime seit 1925 vertreten. Doch erst in jüngster Zeit haben die
Mullahs die Regierung unter Druck gesetzt und erreicht, dass unsere Publikationen verboten wurden.
2005 wurden unsere Moscheen angegriffen und geplündert – dies im Beisein der Polizei, die nicht
gegen die Angreifer vorgegangen ist. Auch wurden zu keinem späteren Zeitpunkt die Verbrecher
festgenommen.

Jetzt scheint sich die Situation weiter zu verschärfen. Zwei Kirchen wurden von einem Mob
niedergebrannt und eine dritte beschädigt. Eine aufgehetzte Menge lynchte auf Java in brutalster Weise
drei Ahmadi Muslime. Die Medien berichten, dass der Mob auf rund zwanzig Ahmadis mit Steinen,
Messern und Stöcken losging. Als die halb entkleideten Leichen am Boden lagen wurde weiter auf sie
mit Stöcken eingeschlagen. Die Polizei schaute zu.

Die Mullahs verlangten bereits 2008 von der Regierung, unsere Gemeinschaft per Gesetz zu verbieten.
In einigen Teilen haben die entsprechenden Richter ein solches Verbot bereits erlassen. Das Oberhaupt
der Ahmadiyya Jamaat, Hazrat Mirza Masroor Ahmad, äußerte sich dazu: Die Verbrecher müssen sich
vor Gott verantworten.

Als Schweizer Bürger und im Namen aller Ahmadi Muslime, die in der Schweiz leben, bitte ich Sie
im Namen der Schweizerischen Regierung gegen dieses Verhalten gegen die Christen und Ahmadi
Muslime bei der indonesischen Regierung zu protestieren. Dies sind die ersten Schritte in Richtung
Religionskrieg bzw. einem Massaker unter Andersgläubigen und Muslimen, die Terror und Gewalt
ablehnen!
 
Eine Protestnote und auch weiteres Vorgehen gegen ein solches Verhalten würde die Demokratie und
Religionsfreiheit in Indonesien stärken. Es wäre auch als ein Zeichen zu werten, dass man Terror nicht
einfach hinnimmt.

Ich bin auch bereit Ihnen weitere Informationen zu schicken.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. yahya hassan bajwa
Sekretär für Auswärtiges Ahmadiyya Jamaat
Einwohnerrat team baden
Grossrat Grüne Aargau

Mobile: 076 58 80 786
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.  
 
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